Gebäudefunkanlagen - Technik die Leben rettet und Werte erhält!

edeka

In großen Gebäuden wird, bedingt durch die Bauweise oder einfach nur durch die Größe, die Ausbreitung der Funkwellen der Handfunkgeräte der Einsatzkräfte der Feuerwehr stark behindert, so dass eine sichere Verbindung über die Geschosse hinweg, speziell in Kellerbereichen oder metallverkleideten Bereichen oder auch durch die heute häufig vorkommende Verkleidung mit metallbedampften Scheiben, beeinträchtigt wird.

Nach dem Brand auf dem Flughafen Düsseldorf entstand die Forderung der Feuerwehren und des vorbeugenden Brandschutzes nach einer Technik, die es den Einsatzkräften der Feuerwehren ermöglicht, im Brandfall in Gebäuden mit öffentlichem Publikumsverkehr miteinander kommunizieren zu können, um sich Verstärkung anfordern zu können, Hilfsmaterial oder Hilfeleistung für sich selbst, zum Beispiel bei Gefahr einer Rauchgasvergiftung oder Ähnlichem.
 Es entstanden verschiedene Vorschriften für die Errichtung von Gebäudefunkanlagen, die in allen Bundesländern und Städten unterschiedliche Forderungen aufgestellt haben. Ferner ist die Gebäudefunktechnik in der Industriebauverordnung verankert worden. Eins haben aber alle Vorschriften gemeinsam:

Es ist eine Funkanlage in Relaistechnik zu errichten, je nach Größe des Objektes mit einer oder mehreren Funkstellen in Gleichwellentechnik, die das gesamte Gebäude inkl. aller Nebengebäude flächendeckend versorgt.
Die einzelnen Vorschriften der Bundesländer und Städte können Sie im Bedarfsfall bei uns abfragen.

Hierbei gibt es Unterschiede in der Einschaltung der Anlage, teilweise manuell über Schlüsselschalter oder Drucktaster, bzw. automatisch über die Brandmeldeanlage oder beides,
auch die Ausführung von Antennenanlagen können unterschiedliche Anforderungen haben, genauso die eventuell geforderte Synchronisation aller in der Stadt befindlichen Anlagen auf eine Referenzanlage, um im Großschadenseinsatz auch über die einzelnen Gebäude hinweg eine ungestörte Kommunikation zu haben. Ebenso besitzt jeder Landkreis und jede Stadt einen eigenen Einsatzkanal auf dem die Anlage arbeiten muss.

Aus welchen Komponenten besteht eine Gebäudefunkanlage?

 

neubrandenburg
Als erstes natürlich die sogenannte Funkstelle, die in Relaistechnik auf einem fest eingestellten Kanal arbeitet. Kernstück der Anlage, und der bei weitem aufwendigste Teil der Anlage in Bezug auf Planung, Fachkenntnis und Ausführung, ist das daran angeschlossene Antennennetzwerk. Da eine gleichmäßige Versorgung gewährleistet werden soll, wird dieses Netzwerk nicht mit Rundstrahlern aufgebaut, sondern mit strahlendem Kabel, sogenanntem Strahlerkabel, hierbei wird die Sendeleistung über die gesamte Kabellänge abgestrahlt. Diese Antennenart ermöglicht es, dass bei richtiger Planung auch wirklich das gesamte Gebäude versorgt homogen wird. Hierzu ist es erforderlich, dass bereits im Rohbau eine Funkausleuchtung durchgeführt wird, die eine planerische Sicherheit über Mengengerüst und Verlegeweise ermöglicht. Wichtig dabei ist, dass ein häufig gemachter Fehler vermieden wird:

 

Aus Kostengründen werden die Leitungen gerne vertikal durch die Gebäude verlegt, das bringt in der Regel eine ausreichende Versorgung im Normalzustand und spart Material. Vergessen wird dabei, dass im Brandfall sich Türen aus Metall schließen, um Brandschutzabschnitte zu trennen, in diesem Augenblick werden mit einem Mal ganze Teile HF-technisch nicht mehr versorgt. Verlegt man aber das Kabel horizontal durch die Geschosse, so werden alle Abschnitte versorgt, auch wenn sich die Brandschutztüren geschlossen haben.

 

3

Partner
neulogoklein
 
mot-neu